Historisches Äthiopien
Bahir Dar
Bahir Dar ist der Hauptort der südlichen Gegend des Tana Sees und Ausgangspunkt für einen Besuch der Inseln. Hier befindet sich der Ursprung des Blauen Nil sowie sein spektakulärster Höhepunkt, die Tis-Isat Fälle. Auf vielen Inseln des Tana Sees stehen historische Kirchen und Klöster. Diese besitzen unschätzbare Sammlungen von Ikonen und alten Schriften. In einigen sind auch die Mumien Äthiopischer Kaiser bestattet.
Gondar
Das älteste und eindruckvollste der vielen imperialen Gebäuden in Gondar sind der Palast des Kaisers Fasilidas, das angeblich von einem indischen Baumeister errichtet wurde. In der Umgebung von Gondar stehen zahlreiche weitere faszinierende historische Gebäude und Hinterlassenschaften. Hier kann eine der schönsten ausgemalten Kirchen Äthiopiens besichtigt werden: Debre Birhan Selassie.
Harar
Harar war während der Zeit der «Isolation» Äthiopiens das (indirekte) Tor zur Welt. Die Stadt ist das geistige und wirtschaftliche Zentrum des äthiopischen Islams und war durch Jahrhunderte ein Mysterium, ist es für Historiker auch heute noch. Sie war eine geschlossene Stadt und es war auch eine geschlossene Gesellschaft. Die Harari gingen ihren eigenen Weg, unabhängig vom Rest der Welt. Europäer und Christen durften die Stadt nicht betreten. Harar ist eine Stadt die stark von der Kultur der arabischen Halbinsel beeinflusst wurde.
Lalibela
Die Kirchen von Lalibela sind der Höhepunkt einer langen Tradition des Felsenkirchenbaus. Sie gehören zu den letzten ausgeführten Felsenkirchen und wurden im 12./13. Jahrhundert erbaut. Jede der 11 Kirchen und Kapellen weist einen ganz eigenen Charakter auf.
Aksum
Aksum ist die älteste Stadt Äthiopiens. Sie ist bekannt für Ihre Kathedrale der Heiligen Maria von Zion, in der sich der Überlieferung zufolge das Original der «Bundeslade» befindet. Ebenso berühmt ist Aksum für die sieben geheimnisvollen monolithischen Stelen – davon drei mit identischen Verzierungen – die alle aus je einem einzigen Granitblock gemeisselt wurden.
Nationalparks
Awash
Lage: Nordöstlich Addis Abebas, mit einer Grösse von 827 km2 der kleinste Nationalpark und auf einer Höhe von 900 m ü.M.
Landschaft: Neben dem Awash Fluss, der den Park – durch eine tiefe Schlucht rauschend – begrenzt, findet sich der fast erloschene 2007 m hohe Fantale Vulkan. Die Hänge des Vulkans umschliessen ein weites Gebiet von Lachen, Tümpeln und Teichen sowie ein Kratersee und heissen Quellen, die von Palmen umgeben sind.
Tierwelt: Verschiedene Affenarten (Anubis, Hamadry), Dik Diks, Oryx, Kudus, Kuhantilopen, Wasserschweine und mit viel Glück werden auch Löwen und Leoparden gesichtet. Im Awash Fluss tummeln sich Krokodile und auch Flusspferde.
Besonderes: Lava Felder, die man sonst nur auf Hawaii findet.
Bale Mountains
Lage: Südöstlich von Addis Abeba.
Landschaft: Das 2400 km2 grosse Gebiet umfasst eine Reihe von Bergen, u.a. den 4377 m hohen Tullo Dimtu den zweithöchsten Berg des Landes, der sich über dem 4000 m hohen Senati-Plateau erhebt, dem höchsten Landesteil Südäthiopiens. Die Bergwelt des Parks ist mit üppigen, z.T. alpinen Pflanzen bestanden. Im Süden fällt das Plateau jäh ab, die tiefer gelegenen Teile des Parks sind mit Wald bedeckt.
Tierwelt: Das Hochland ist Heimat des Semien-Fuchs sowie den ebenfalls endemischen Berg-Nyala, weiterhin Steinböcke, Antilopen, Affen und Vögel wie den Bergkranich.
Besonderes: In der Blütezeit von Ende Oktober bis Dezember gleichen die Wiesen einem Blumenteppich.
Semien Mountains
Lage: Im Norden des Landes. Der ca. 200 km2 grosse Park erstreckt sich auf einer Höhe von 2700 bis 4000 m ü.M.
Landschaft: Stark erodiertes vulkanisches Massiv an der nordwestlichen Ecke des zentralen Hochplateaus. Der Nationalpark ist ein Wanderparadies. Die afroalpine Zone ist durch artenarme Gras- und Moorlandschaften sowie nackten Fels gekennzeichnet, niederes Gestrüpp, kurzes Gras, Flechten und Moose.
Tierwelt: Der Park wurde in erster Linie zum Schutz des Walia-Steinbockes und des Semien Fuchses eingerichtet. Dik Diks, Warzenschweine, Meerkatzen und Stummelschwanzaffen sowie Dschelada-Paviane und kreisende Bartgeier.
Besonderes: Bizarre und pittoreske Felsformationen. 1978 zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt.